Zugegeben, bisher war ich immer zu geizig für eine Avocado-Haarmaske. Die Früchte sind nicht ganz billig und ich habe sie lieber gegessen, als sie mir in die Haare zu massieren. Avocadosalat mit Äpfeln und Garnelen, zum Beispiel! Das Wasser läuft mir im Mund zusammen und ich muss an meine Freundin Maria denken, die mir diesen leckeren Salat letztes Jahr in einem gemeinsamen Urlaub auf Fuerteventura kredenzt hatte. Einfach lecker! Ich liebe Essen. Und obwohl Avocados pro 100 Gramm mindestens 150 Kalorien haben sollen, stecken da wohl nur gute Öle drin. Dem hohen, ungesättigten Fettgehalt wird nicht nur nachgesagt, gut für den Körper zu sein, seine Vitamine und Mineralstoffe sollen trockene Haare optimal mit Feuchtigkeit und strahlendem Glanz versorgen. Zumindest ist das Netz voll von Avocado-Haarpflege- und Beautytipps, die das behaupten. Das wollte ich doch mal ausprobiert haben.

Ich recherchierte im Netz und fand verschiedene Rezepturen für Avocado-Haarkuren. Da ich nicht viel im Haus hatte, entschied ich mich dazu, folgende Zutaten zu vermengen:

1 Avocado (geschält, entkernt und in Stücke geschnitten)

2 Teelöffel Honig

1 guter Schuss Olivenöl

1 guter Schuss Kokosöl

1 guter Schuss Jojobaöl

Zwei Esslöffel gekaufte Haarkur

Dazu verwendete ich einen Stabmixer, bis alle Klumpen entfernt waren und eine cremige, weiche, grüne Masse entstand. Bei meinem letzten Versuch einer selbstgemachten Obsthaarkur, hatte ich blöderweise auf den Mixer verzichtet und anschließend tagelang Bananenstückchen in den Haaren. Echt eklig. Sowas sollte nicht noch mal passieren. Das Gemisch musste also wirklich samtweich und sämig gemischt werden.

 

Anschließend habe ich mir die Haare mit Shampoo gewaschen und meine Avocado-Haarkur im feuchten Haar aufgetragen. Danach wie immer die für mich bei Intensivkuren obligatorische Frischhaltefolie um den Kopf und ein Handtuch drum. Habe dann den Haushalt erledigt und das Zeug mindestens eine Stunde auf dem Kopf gelassen.

Beim Auswaschen gabs keine Avocadostücke im Haar, dafür fühlten sich meine Haare eher hart und verknotet an. Vielleicht lag das aber auch daran, dass ich sie, vorm Waschen nicht ordentlich im trockenen Zustand, entwirrt hatte. Außerdem habe ich mir die Haare mal wieder gefärbt…bzw. augehellt….ich konnte es einfach nicht lassen, obwohl ich mit dem Färben aufhören wollte. Dadurch leide ich im Moment eh unter etwas trockenen Haaren. Auf jeden Fall flutschte die Bürste unter der Dusche nach der Kur erst richtig, nachdem ich mit Spülung nacharbeitete.

Als Leave-In Conditioner verwendete ich anschließend nur das Chloesterol-Tea Trea Oil (mein nach wie vor Lieblings Leave-In Conditioner), bürstete Strähne für Strähne  und ließ die Haare zunächst Lufttrocknen. Leider war es schon recht spät und ich ziemlich müde, sodass ich mit halbfeuchten Haaren (zu einem lockeren Zopf gebunden) schlafen ging. Am nächsten Morgen waren die Haare immer noch ein wenig feucht und ich lies sie weiter lufttrocknen (hab ja noch Urlaub. Ansonsten hätte ich bestimmt geföhnt…). Danach waren sie wirklich sehr schön weich und lagen fantastisch! Superergebnis!

Fazit: Auch wenn Avocados nicht billig sind, hat sich die Haarkur bei mir gut bewährt. Ich werde das bestimmt nochmal machen, nur nicht zu regelmäßig. Wie gesagt, die Früchte sind einfach zu lecker, aber ab und zu werde ich auch meine krausen Haare damit verwöhnen.

Keep it kraus!

Esther

Was sind eure Erfahrungen mit Avocados in einer Haarmaske? Oder habt ihr sogar leckere Rezept-Tipps?

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