Freedom??

Dieses Bild hat unser Vater gemalt. Es begleitet uns seit frühster Kindheit & hat all die Jahre nicht an Symbolkraft verloren. Das Konstrukt von Rasse ist eine Illusion, Rassismus allerdings ist real – und das nicht nur in Amerika. Unser Vater litt darunter und brachte sein Leid mit nach Hause, und wir, seine Töchter wuchsen damit auf, erlebten Rassismus passiv und aktiv und reagierten darauf oft mit einem gefrorenen Lächeln und Herunterschlucken des Schmerzes.

Unser Instagram-Account trägt nicht umsonst die Headline: Two sisters on a journey to selflove – Rassismus hat seinen Teil dazu beigetragen, dass wir nach wie vor damit strugglen uns so anzunehmen wie wir sind. Als spirituelle Wesen wissen wir mittlerweile, dass wir Menschen alle miteinander verbunden sind.. Die Farbe unserer Haut mag sich unterscheiden. Unser aller Blut jedoch ist rot. Und wir träumen vom Freedom, von einer Welt in der das selbstverständlich ist und niemand aufgrund seines Erscheinungsbildes oder seiner Herkunft benachteiligt, getötet oder zum Tode verurteilt wird, zB auf Schlauchbooten vor unseren eigenen Grenzen. Kollektive Veränderungen beginnen beim Individuum. Umso wichtiger ist es, nicht zu leugnen, was auf der Welt abgeht und nicht mit dem Finger auf die anderen zu zeigen und erleichtert sein, dass es hier ja nicht so schlimm ist. Auf der anderen Seite sollten wir offen sein für alle, die uns unterstützen und bereit sind dazuzulernen.

Wir sind alle auf dieser Journey, manche sind den Weg halt schon weiter gegangen, andere fangen gerade erst an. Aber hey: Hauptsache es bewegt sich überhaupt etwas in Richtung Freiheit!