Wer bist du und „wo kommst du her“?

Mein Name ist  Sylvie, ich wurde in Bielefeld geboren, habe meine Kindheit und Jugend im kleinen Gifhorn verbracht und lebe und studiere aktuell in der schönsten Stadt im nördlichen Niedersachsen: Lüneburg.

Wie bist du auf „KrauseLocke“ aufmerksam geworden?

Ich habe von einem Freund einen Link zu einem Video zugeschickt bekommen, wo Esther von der Moderatorin  Jana Pareigis in „Afro.Deutschland“ interviewt wurde. Daraufhin habe mir „KrauseLocke“ gleich angeguckt und war ziemlich begeistert von heterogenen Fragestellungen, die im KrauseLocke-Forum diskutiert werden.

Wie lebt es sich als Krauselocke in Deutschland?

Sehr gut. Ich habe nie einen ernsten Grund oder Anlass gefunden nicht gut in Deutschland leben zu können.

 

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Deine Inspiration? Was motiviert dich?

Mich inspirieren bewegende Geschichten und Biographien. Im besonderen Maße solche, mit denen ich mich irgendwie identifizieren kann. (d.h. neben guten Serien und Filmen, lese ich gerne Romane, wenn ich neben der Studiumslektüre noch Zeit finde: Ich liebe z.B. Chimanda Ngozi Adichie – insbesondere ihr Meisterwerk Americanah. Oder der Roman „Der Klang der Zeit“ von Richard Powers.)

Ich habe Freude daran Menschen zu helfen, Veranstaltungen zu organisieren, die andere ermutigen und das Selbstbewusstsein stärken. Als Christin bin ich davon überzeugt, dass gelebte Nächstenliebe dazu beitragen kann, die Welt ein Stückchen besser zu machen.

Deine Haar-Story?

Seitdem ich aus der Schule bin, trage ich meine Locken gerne so wie sie sind. Offen und kraus! Gerne auch mit bunten Tüchern.  Und Braids lasse ich mir auch gerne so einmal im Jahr flechten. Das war nicht immer so, denn in der Schulzeit hat es mich sehr geärgert, dass irgendwelche Leute mir ungefragt in die Haare gefasst haben.  Folglich bin ich meist mit einem Zopf durch den Schulalltag gegangen. Allerdings muss ich auch sagen, dass auch meine Mama mich sehr dahingehend geprägt hat, dass krauses Haar dann noch zu wild aussehe. Aber das hat sich interessanterweise, seitdem ich selbstbewusster mit offenen Haaren durch die Weltgeschichte spaziere, geändert.

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Was magst du an deinen Haaren?

Ich habe es sehr schätzen gelernt, dass meine Haare so vielseitig gestaltbar und formbar sind. Dank einiger französisch- und englischsprachiger Tutorials auf YouTube habe ich mir auch Techniken beibringen können, wie ich meine Haare schnell und unkompliziert stylen kann. Für zum Teil echt einfache Flechtfrisuren erhält man dann schon mal viel Bewunderung  und Anerkennung.

Was ist deine Haarroutine und welches sind deine Lieblingsprodukte?

Eine Haarroutine gibt es so nicht. Für die Beschaffung von Haarpflegeprodukten ist nach wie vor meine Mama verantwortlich. Aber auf das Kokosfett für meine sehr trockene Kopfhaut kann ich nach dem Haarwaschen nicht verzichten.

Was ist im Moment dein Lieblingsstyle?

Der unkomplizierteste Vierschritt, den ich kenne:

1.       Haare waschen

2.       Lufttrocknen

3.       Leave-in conditioner einmassieren

4.       Lieblingstuch raussuchen und in die Haare binden.

Et voila.

Hast du ein Paar Beauty-Tricks für die Krauselocken parat?

Ich finde meinen „gefakte Sidecut“ ab und an ganz cool: Dazu drei mittelgroße corn-rows anfertigen (entweder auf der linken und rechten Kopfhälfte) und am Scheitel entlang die Haare  offen lassen. Wenn gewünscht Bandana oder Tuch dazu. Fertig.

Was machst du beruflich?

Derzeit bin ich Studentin der Kulturwissenschaften im Master. Aber ich arbeite seit dem 2. Bachelorsemester auch an der Uni als wissenschaftliche Schreibberaterin. Ich unterstütze Studierende im Schreibprozess und helfe immer dann, wenn Studierende mit der Anfertigung einer Hausarbeit oder Abschlussarbeit nicht mehr vorankommen.

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Was macht dir Spaß an deiner Arbeit?

Mir macht die lösungsorientierte Zusammenarbeit mit Menschen Spaß. Ich finde es schön mit anderen im Gespräch und anhand unterschiedlicher Übungen Blockaden zu lösen. Aber auch die Workshops und Vorträge, die ich im Semester halte, machen mir Freude.

Wie wird man das, was du bist?

Ich habe an der Uni eine zusätzliche Ausbildung absolviert.

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Welche Musik hörst du gerne?

Zum Tanzen: RnB und Hip Hop. Zum Chillen: Indie Folk. Und zum Abschalten und moody werden: Klassik und Soundtrackmusik.

Was sind momentan deine drei Lieblingslieder?

I’ll Find You – Lecrae ft. Tori Kelly
Hurt – Johnny Cash
Lion – Dustin O’Halloran & Haushka

Was ist dein Lieblingsessen?

Chapati (indisches Fladenbrot) mit Curry

Deine liebste Jahreszeit und warum?

Frühling, weil da alles blüht und erwacht.

Das größte Vorurteil, das dir je entgegen gebracht wurde?

Dass ich nur deshalb so gut tanzen könne, weil mir das einfach im Blut läge. (u.v.m.)

Ein unvergesslich schöner Moment deines Lebens?

1.       Als ich meine kleine Nichte zum ersten Mal auf dem Arm halten durfte (¼ Norwegerin  ¼ Kenianerin und ½ Deutsche – ob die mal Krauselocken haben wird?)

2.       Ich meine Familie in Kenia kennenlernen durfte

Was möchtest du den Krauselocken sonst noch mitteilen?

Beauty Tipps sind schön und gut. Aber wahre Schönheit verbirgt sich jenseits der Oberfläche.

 

wb

„Wurzelbehandlung – Deutschland, Ghana und ich“ von Esther Donkor