TRANSFORMATION 1: FÜR KRAUSE KÖPFE UND KRAUSE GEDANKEN

Als Barbara und ich 2011 KrauseLocke ins Leben riefen, hatten wir eine Mission: eine Plattform für ALLE schaffen! Eine Webseite, die uns als Krauselocken bei der Transformation dahin hilft, uns wohl in unserer Haut zu fühlen und die für gegenseitiges Verständnis einsteht. Für krause Köpfe und krause Gedanken lautete unser Claim. Und gleich dahinter die Begründung, dass krause Gedanken jeder Mensch hin und wieder einmal hat. Der Kreis schließt sich also.

Heute, fast sechs Jahre später, sind wir sehr zufrieden damit, was aus unserem Baby geworden ist. Eine etablierte Marke, die nicht nur ihren Gründerinnen sondern unzähligen Menschen dabei hilft, mehr Selbstbewusstsein zu entwickeln, und die natürlichen Haare und Haut zu pflegen und sich einen zufriedenstellenden Look zu verpassen. So können wir heute sogar mit einem gewissen Stolz durch diese Welt gehen, die so sehr an Äußerlichkeiten orientiert ist. BÄM! Transition! Eine erste Transformation!

 

TRANSFORMATION 2: IDENTITÄTSSUCHE

Wie einige von euch dann vielleicht mitbekommen haben, blieb es bei mir nicht bei der ersten Transition. Nachdem ich mich endlich vom Relaxer befreit hatte und natural wurde, klopfte die nächste Krise an die Tür. Meine Identitätssuche. Mein Vater ist gebürtiger Ghanaer und hatte mich noch nie mit in sein Heimatland genommen. Wir Menschen wollen doch alle wissen, woher wir kommen und o stürzte ich in eine tiefe Krise. Ich fühlte mich unvollständig und erst im Alter von 29 Jahren machte ich dann die langersehnte Reise mit meinem Vater nach Ghana. Mein Buch „Wurzelbehandlung“ entstand. Eine weitere Transformation geschah.

WER ZUM TEUFEL BIN ICH?

Tja, Krauselocken. Man will meinem Das Märchen war nach „Wurzelbehandlung“ vorbei. Ende gut, alles gut. Happy End. Aber weit gefehlt. Da stand ich nun mit meinen krausen Locken und dem Wissen über meine Herkunft. Und trotzdem, auch nach der äußeren Transition und der erfolgreich beendeten Reise zu meinen Wurzeln, fragte ich mich noch immer: „Wer zum Teufel bin ich?“

Ein neues Tief bahnte sich an und ich fühlte mich hin und her gerissen. Diese Welt ist stark an Äußerlichkeiten orientiert. Die Optik ist entscheidend. Wir saugen all die Reize unserer Umwelt auf und teilen sie ein in Gut und Böse, Schwarz und Weiß, attraktiv und Abtörn, wertvoll und wertlos. Von fast allem gibt es zwei Seiten. Und wir müssen uns entscheiden. Heißt es zumindest. Als Krauselocke sollte ich mich nun auf eine der Seiten von Schwarz und Weiß stellen. Damit hatte ich schon immer ein Problem. Ich habe mich schon immer als Mensch gesehen. Nicht als Schwarze, nicht als Weiße. Als Mensch. Ohne Partei zu ergreifen. Irgendwann konnte und wollte ich mich mit keiner der Seiten mehr identifizieren und bahnte den Rückzug an.

Außerdem ließ ich mein Leben revuepassieren. Wahnsinniger Ehrgeiz, der sich durch das Mobbing in der Schule noch verstärkte. Und eine Rampensau war ich schon immer, tat vieles für den Applaus und die Anerkennung von außen. Mein Ego wuchs und wuchs. Aber auch die Depression… kam immer wieder, auch nach der Wurzelsuche klopfte sie erneut an meine Tür. Aber was war mit all den durchgemachten Transformationen? Hatte ich mich nicht gefunden? War ich nicht endlich angekommen?

DER WEG NACH INNEN

Es half alles nichts. Ich musste den Weg nach innen antreten. Und mein Inneres wies mir den Weg. Zunächst zu den Themenbereichen Achtsamkeit und bewusste Lebensführung, zu den Kräften und Gesetzen dieser Erde und des Universums. Außerdem lernte ich die Hochsensibilität kennen und dass ich zu den hochsensiblen Menschen gehöre. Und dann führte mein Inneres mich zu Yoga.

Ich absolvierte eine Ausbildung und bin nun Yogatherapeutin. Durch den neueingeschlagenen Weg weiß ich heute, dass ich mich für keine Seite mehr entscheiden muss. Weder für schwarz noch weiß. Die Mitte ist was zählt.

Ja, es gibt in dieser Welt von fast allem zwei Seiten. Aber von mir und von dir, da gibt es nur mich und dich. Und trotzdem sind wir miteinander verbunden. Der Schlüssel ist, dass sich die Gegensätze der Welt die Hände reichen und erkennen, dass sie keine Gegner sind.

Mit den zahlreichen Transformationen, die wir als Krauselocken durchmachen, sind wir auf dem richtigen Weg. Aber Selbstbewusstsein ist nicht nur an Äußerlichkeiten orientiert, das Selbst sitzt in unserem Herzen. Darum ist es wichtig beides in Einklang zu bringen, um wirklich und wahrhaftig eine „selbstbewusste“ Krauselocke zu sein. Haarpflege und Beauty-Beiträge wird es auf KrauseLocke.de immer geben. Ich möchte dich künftig aber auch hier auf KrauseLocke einladen, diesen anderen Weg mit mir gemeinsam zu gehen und meine Erkenntnisse mit dir teilen, mich mit dir austauschen.

In diesem Sinne,

keep it kraus!

Deine Esther