Mädels, wir kennen es alle! An manchen Tagen haben wir permanent Heißhunger auf Schokolade und Co. Wir sind zickig und fühlen uns schlapp und abgeschlagen. Auch unsere Haare machen dann nicht das, was sie sollen. Ein Bad Hair Day jagdt den anderen. An anderen Tagen wiederum könnten wir Bäume ausreißen und unsere Haare sind unsere besten Freunde! Unsere Hormone machen mit uns was sie wollen – im 28-Tage-Zyklus! Das beeinflusst einfach alles. Hier eine Auflistung der Hoch- und Tiefphasen unseres weiblichen Zyklus:
Tiefphasen:
1. bis 4. Tag (Menstruation)
Wir fühlen uns müde und schlapp. Außerdem sind wir anfälliger für Infektionen. Der pH-Wert der Vagina-Schleimhaut ändert sich, darum sollten wir
eher Baumwollunterwäsche als Synthetic tragen. Das ist eh bequemer 😉
6. und 7. Tag nach Einsetzen der Menstruation (postmenstruelle Phase). 
Unsere Haut und unsere Haare leiden. Die Haut bildet mehr Talg und wird unrein. Schuld ist der niedrige Östrogenspiegel. Ein mattierendes Puder kann helfen, tut es aber leider nicht immer. (Eigene Erfahrung :-(
15. bis 17. Tag
Appetit und Heißhungerattacken nach Schokolade, Pizza und Co! Es schmeckt einfach zu lecker und die Lust darauf ist grenzenlos! Trotzdem sollten wir auf eine ausgewogene Ernährung achten. Frischkost, Getreide, Hülsenfrüchte, Milchprodukte und magerer Fisch dürfen nicht fehlen. Süßigkeiten, Weißmehlprodukten, Fleisch und Wurst nur in Maßen genießen, auch wenn der Appetit darauf groß ist.
21. bis 23. Tag (prämenstruelle Phase)
Wir fühlen uns verletzlicher als sonst. Auch unsere Brust kann etwas anschwellen.
22. bis 24. Tag 
Die Östrogene schwinden wieder, und Progesteron bekommt die Oberhand. Das hat Augenringe, Pickel und strähniges Haar zur Folge. Tipps: Abschwellende Augencremes mit Kamille und Malve, antiseptischer Abdeckstift für die Unreinheiten. Am besten ihr lasst eure Haare in dieser Phase relativ in Ruhe. Protective Styles wir z.B. Braids wirken Wunder, denn ihr müsst euch nicht so viel mit den Haaren beschäftigen und erspart euch Ärger.
24. bis 28. Tag (prämenstruelle Phase) 
In diesem Zyklusabschnitt neigt der Körper zu Wassereinlagerung. Blähbauch, dicke Finger und aufgequollene Lider sind meist die Folge und wir können sogar 1/2 bis 4 Kilo zunehmen! Aaaaahh!
Tipp: Viel trinken, am besten Wasser oder entwässernde Kräutertees (z. B. Brennnessel, Zinnkraut, Birkenblätter). Außerdem salzarme und kaliumreich essen (z. B. Bananen, Aprikosen, Feigen).
22. bis 28. Tag  (prämenstruelle Phase)
Manche spüren es mehr, andere dafür umso heftiger: Zickiges Verhalten, depressive Verstimmungen, Unausgeglichenheit. Tipps: Sport, der den Kreislauf anregt (Z.B. Joggen oder Radfahren). Am besten get man viel an die frische Luft und in die Sonne! Auch Atemübungen, wie zB tiefe Bauchatmung kann helfen.
Es gibt aber auch Hochphasen:
1. bis 7. Tag (Menstruation)
Der Körper scheidet überschüssige Flüssigkeit aus, der Hormonspiegel fällt und der Stoffwechsel arbeitet gut. Das führt dazu, dass viele Frauen in dieser Phase etwas abnehmen.
8. bis 10. Tag nach Einsetzen der Menstruation
Die Haut strahlt, die Haare glänzen. Und das, selbst nach einer langen Partynacht mit wenig Schlaf!
10. bis 12. Tag
Wir fühlen uns blendend, sind kommunikativ und können uns super konzentrieren. Auch auf männliche Duftstoffe reagieren wir mehr, als sonst.
12. bis 14. Tag. 
Das ist sozusagen unsere „heiße“, fruchtbare Phase. Hier haben wir auch unseren Eisprung. Wir haben eine unwiederstehliche Wirkung auf Männer und auch mehr Lust auf Liebe, Sex und Zärtlichkeit.
18. bis 21. Tag 
Unser Körper verbrennt mehr Kalorien bei normalem Appetit.Wir haben keine besonderen Heißhungerattacken. Wenn man abnehmen möchte, ist das die beste Phase, denn man hält es besser durch.
22. bis 28. Tag
Unser Körper ist in Top-Form. Anstrengendes Fitnesstraining halten wir jetzt besonders gut durch. Der Grund: Der Anstieg der weiblichen Hormone verbessert die Sauerstoffzufuhr in den Arterien und die Pumpkraft des Herzens.
Wenn sich euer Freund also nochmal wundert, warum ihr euch so verhaltet, wie ihr euch verhaltet, sagt ihm: DER ZYKLUS IST SCHULD – die Hormone spielen verrückt!!!! Alles was wir tun können ist, uns damit abzufinden und das beste daraus zu machen. Viele unserer Verhaltensweisen lassen sich durch den Zyklus erklären. Wenn man das weiß, kann man auch selber was dagegen tun, wenn man mal wieder gestresst oder genervt ist. Es ist nicht immer alles so schlimm, wie wir manchmal denken, wir müssen nur das Steuer übernehmen und die Hormone nicht die Macht übernehmen lassen. 😉