Preisgekrönte Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilme von den wichtigsten Festivals des afrikanischen Kontinents (Ouagadougou, Tunis, Durban, Sansibar…), neue  Produktionen aus der weltweiten afrikanischen Diaspora, den Schwerpunkt Sisters in African Cinema mit aktuellen Filmen von Regisseurinnen afrikanischer Herkunft und einer Podiumsdiskussion, drei Live-Musik-Acts, eine Ausstellung, eine Lesung sowie Schul- und Kindervorführungen – das bietet das Programm des 14. Afrika Film Festivals von FilmInitiativ Köln e.V., das vom 15. bis 25. September 2016 stattfindet.

 

Previews zur Einstimmung gibt es bereits einige Monate vor dem Festival quer durch Köln, so z.B.:

* einen südafrikanischen Kinderfilm (ZAMBEZIA) beim Afrikanischen Sommerfest im Jugendzentrum Northside in Chorweiler (4.6.)

* Spielfilme aus Nordafrika (STARVE YOUR DOG, Filmforum im Museum Ludwig) und der afrikanischen Diaspora (QU’ALLAH BÉNISSE LA FRANCE, präsentiert im Rahmen des Programms „Meine Kino Nacht“ von Shary Reeves im Odeon) bei den Kölner Kinonächten (8.7. & 9.7.)

* einen cineastischen Beitrag zum Thema Entwicklungspolitik beim AKWAABA-Afrika-Tag im Rautenstrauch-Joest-Museum (27.8.)

* Kurzfilme Schwarzer deutscher FilmemacherInnen in der Kulturreihe „Art&Amen“ der Kirche St. Michael am Brüsseler Platz (9.9.)

* einen Animations-Spielfilm aus der Elfenbeinküste (AYA DE YOUPOUGON) am monatlichen Kinotag des Institut Français am Vorabend des Festivalbeginns (14.9.)

 

Zur Eröffnung des Festivals (am 15.9., Filmforum im Museum Ludwig) sind Filmschaffende aus Äthiopien, Kamerun, Kenia, Südafrika, Sudan und Tunesien eingeladen. Mallence Bart-Williams und ihr Bruder, der aus Köln stammende,  international bekannte Musiker Patrice, haben die Schirmherrschaft des Festival übernommen. Sie stellen zum Auftakt einen Kurzspielfilm vor, den sie in Sierra Leone gedreht haben. Die afroamerikanische Autorin und Filmemacherin Beti Ellerson, die einen Blog zur Rolle von Frauen im afrikanischen Kino betreibt, wird den Fokus Sisters in African Cinema einleiten und die Band SISTERS (Onejiru, Nicole Hadfield, Mamadee Wappler & Meli Wharton) wird dazu live den passenden Soundtrack präsentieren. Der Eröffnungsfilm A PEINE J’OUVRE LES YEUX hat bereits Dutzende Preise bei internationalen Festivals gewonnen und erlebt mit seiner Vorführung beim Kölner Festival in Anwesenheit der tunesischen Regisseurin Leyla Bouzid seinen bundesweiten Kinostart. Als Kino-Preview läuft ebenso der Spielfilm HEDI (18.9.), für den der tunesische Schauspieler Madj Mastoura bei der Berlinale 2016 mit dem Silbernen Bären als bester Darsteller ausgezeichnet wurde.

 

Zu weiteren Highlights des elftägigen Programms gehören Spielfilme aus Ägypten, Algerien, Burkina Faso, der Elfenbeinküste, Mauritius, Marokko und Südafrika ebenso wie Dokumentationen über islamistische Kämpfer in Somalia, über den Einsatz von Musik gegen Kriegstraumata im Sudan, ein cineastisches Portrait des senegalesischen Kino-Pioniers Ousmane Sembène und eine selbstkritische Vorstellung des nigerianischen Nollywood-Kinos. Die Kurzfilm-Programme präsentierten aktuelle Produktionen aus Libyen, cineastische Entdeckungen aus allen Teilen des afrikanischen Kontinents sowie „Visual Art“ aus Afrika.

 

Bei der Zusammenstellung der Filme für den Schwerpunkt onnte FilmInitiativ auf Empfehlungen tinents afrikansichen r Jugendlicher in französischen Banlieurs und den Aufbruch maghrebin Sisters in African Cinema wurde FilmInitiativ von Regisseurinnen aus fünf Ländern beraten. Aus einer langen Vorschlagsliste wurden schließlich 33 Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilme ausgewählt, die einen Überblick über das aktuelle Filmschaffen von Frauen in 13 afrikanischen Ländern sowie in der Diaspora bieten und beispielhaft für die Vielfalt der Inhalte, filmästhetischen Herangehensweisen und Genres stehen.

Bei einer Podiumsdiskussion erörtern Regisseurinnen aus Tunesien, Kamerun, Kenia und Südafrika die Stellung von Frauen im heutigen afrikanischen Filmschaffen (18.9.) und die Dokumentation FEMINISM INSH’ALLAH lädt dazu ein, mit der tunesischen Regisseurin Feriel Ben Mahmoud über Geschichte und Stand der Frauenbewegung in Nordafrika zu diskutieren (25.9.).

 

Für den Sisters-Schwerpunkt des Festivals erhielt FilmInitiativ erstmals Fördergelder der Kulturstiftung des Bundes. Diese erlauben nicht nur die deutsche Untertitelung vieler Filme, sondern auch die Einladung zahlreicher Regisseurinnen zum Festival in Köln sowie die Vermittlung von Filmen in weitere bundesdeutsche Städte (von Hamburg über Münster, Osnabrück, Saarbrücken, Freiburg und Berlin bis nach Bayreuth). Das Projekt illustriert die überregionale Bedeutung, die das Kölner Afrika Film Festival als größtes seiner Art in Deutschland und eines der bedeutendsten in Europa inzwischen gewonnen hat.

 

Weitere Hauptförderer des Festivals sind das Kulturamt der Stadt Köln und Engagement Global, die Förderabteilung für entwicklungspolitische Bildung des BMZ. Darüber hinaus konnten für das Festival 2016 wieder Dutzende Unterstützerinnen und Kooperationspartner gewonnen werden.

So findet z.B. eine Veranstaltung mit Film, Lesung, Live-Musik und afrikanischen Gästen unter dem Titel Afrika 2016: Cool, kreativ und visionär in der Zentralbibliothek statt (19.9.) und eine Diskussionsveranstaltung mit Film und Regisseur zur Revolution in Burkina Faso in Kooperation mit dem africologneFESTIVAL im Filmclub 813 (20.9.).

 

Zum Festivalprogramm gehören schließlich noch zwei Schulvorstellungen mit Spiel- und Animationsfilmen für ältere (16.9.) und jüngere (23.9.) Klassen, ein südafrikanischer Zeichentrickfilm zum Kölner Weltkindertags-Fest (18.9.) sowie die Verleihung von Publikumspreisen für den besten Spielfilm (gestiftet von der Zeitschrift choices) und für die beste Dokumentation (gestiftet von der Dokumentarfilmredaktion des WDR). Dazu wird die Rapperin AWA (African Women Arise) aus Zimbabwe auftreten, bevor das Festival mit dem marokkanischen Abschlussfilm L’ORCHESTRE DES AVEUGLES am 25.9. zu Ende geht.

Für Vorankündigungen des Festivals und Berichte über dessen Verlauf und die Diskussionen mit den internationalen Gästen stellt FilmInitiativ gerne Sichtkopien von Filmen (per Link oder DVD) sowie Pressefotos und Hintergrundmaterialien zur Verfügung. Anfragen und Interviewwünsche bitte an:

mail@filminitiativ.de oder telefonisch (+49 – 221 – 46 96 243)

AnsprechpartnerInnen: Christa Aretz, Esther Donkor, Sebastian Fischer, Karl Rössel

Ausführliche Informationen zum Festival finden sich ab August auf der Internetseite www.filme-aus-afrika.de. Der Festival-Trailer kann dort bereits gesichtet werden.

(Rubrik: Festival „Jenseits von Europa“)

 

AFF3_v2